Calvary Chapel Essen

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maennerabend

Männerabend auf der Halde

Am 27.04.12 fand der erste Männerabend in der jungen Geschichte unserer Gemeinde statt. Eine Handvoll von uns traf sich an der Gemeinde und fuhr zur Essener Schurenbachhalde, einer alten Industriebrache. Auf deren höchstem Punkt steht eine meterhohe Bramme. Wir stiegen die vielen Stufen hinauf und gingen gemeinsam zur Bramme. Dort angekommen sangen wir einige Lobpreislieder, hörten eine Andacht und beteten gemeinsam.

Wir waren ermutigt, dem Herrn zu vertrauen, dass er das begonnene Werk in uns auch vollenden wird. Es ist der Anfänger und Vollender unseres Glaubens. Er wirkt das Wollen und Vollbringen zu seinem Wohlgefallen. Wir beteten für unsere persönlichen Anliegen und für das Ruhrgebiet, das im Sonnenuntergang vor uns lag.

In Essen werden derzeit neben unserer Gemeinde weitere Gemeinden gegründet und aufgebaut. Darüber freuen wir uns. Es ist kein “Konkurrenzkampf” spürbar – im Gegenteil: man ermutigt sich gegenseitig und betet füreinander. Es ist noch so viel zu tun und es sind so viele Menschen mit dem Evangelium zu erreichen. Hätte Essen 30 blühende Gemeinden mit 200 Mitgliedern, so wäre gerade einmal 1% der Bevölkerung erreicht. Und dann gibt es noch die anderen Städte um Essen herum…

Es war schon bewegend, an diesem Abend über das Ruhrgebiet zu schauen und an die Menschen zu denken, die Jesus nicht kennen. Vor vielen Jahren wirkte der HERR schon einmal in dieser Region. Wir beten: “Bitte tu´ es nochmal, HERR! Besuche unsere Stadt und Region in der Kraft deines Geistes!” Mögen wir christlichen Männer ihm da nicht im Weg stehen, sondern Werkzeuge in seiner Hand sein, form- und einsetzbar zu jedem guten Werk, das er bereitet hat.

 

 

 


logbuch

Logbuch einer Gemeindegründung

Nach nun zwei Jahren Gemeindegründungsarbeit lässt sich das bisher Geschehene zwar nicht richtig in Worten wiedergeben, aber vielleicht etwas skizzieren. Die unteren Stationen helfen dir, einen Eindruck von unserer Gemeinde zu erhalten. Wir danken Gott für seine gnädige Handschrift auf uns und freuen uns, dass er das Logbuch weiterschreiben wird.

2010 Januar Start als Hausbibelstunde mit Gunar, Stephi, Olf, Jule und Linus
Zur Gemeinde kommen 5 Personen.
April Pierre und Birgit kommen mit Sohn Noah dazu
Juni Beginn der Open-Air-Bibelstunden im Essener Stadtgarten
September Wechsel in die Büro-Räume von Juden-für-Jesus in Essen
Oktober Gründung des Trägervereins Calvary Chapel Essen e. V.
November Eröffnung eines eigenen Kontos und Eintrag ins Vereinsregister.
Zur Gemeinde kommen nun etwa 10 Personen.
2011 April Einzug in die ersten eigenen Räume in Essen-Katernberg
Juni Oli und Evy übernehmen die Lobpreisarbeit der Gemeinde
September Raphael kommt als weitere Unterstützung ins Team
Zur Gemeinde kommen nun etwa 15 Personen.
2012 Januar Beginn der Veranstaltungen freitags
Februar Start der Unterstützung des Nepal-Projektes Mendok
März Einsetzung von Olf und Pierre als Älteste
April Erinnerung an ein Jahr eigene Räume
Zur Gemeinde kommen nun etwa 25 Personen.


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Besuch bei CC Düsseldorf

Vergangenes Wochenende war ich zu Besuch in der Calvary Chapel Düsseldorf. Alle paar Monate treffe ich mich mit anderen jungen CC-Gemeindegründern: Chris (CC Münster), Tobi (CC Köln / Soulfire Cologne) und Edmund (CC Düsseldorf). Wir besuchen uns gegenseitig in der Stadt, in der wir die Gemeinde aufbauen, und reden über aktuelle Anliegen aus unserer Arbeit. Diesmal waren wir in Düsseldorf.

Die Gemeinde dort ist im Juli 2011 in neue Räume gezogen. Seitdem ist ist sie sehr gewachsen. Aktuell besuchen ca. 70 Erwachsene die Gottesdienste sonntags. Das ist wirklich ermutigend. Denn auch die CCD begann klein vor etwa fünf Jahren. Zunächst traf man sich in Wohnzimmern, dann in einem kleinen Raum einer anderen Gemeinde, dann in einem größeren Raum. Die ersten eigenen Räume waren recht bescheiden, kleiner als unsere Räume in Essen. Als nächstes zog die Gemeinde in etwas größere Räume in der Stadtmitte. Diese wurden zu klein. So kam man zwischenzeitlich beim CVJM unter. Nun ist die Gemeinde in den Räumen, die auf den Fotos zu sehen sind.

Gott hat jeden Glaubensschritt gesegnet. Er bekannte sich treu zu den Schritten, die diese junge Gemeinde ging. Das ist für uns in Essen ein ermutigendes Beispiel der Treue Gottes. Wir freuen uns mit unseren Glaubensgeschwister in Düsseldorf und wünschen ihnen weiterhin Gottes reichen Segen!

Unser Treffen wechselte übrigens zwischenzeitlich von den Gemeinderäumen zu einem nahe gelegenen Starbucks. Eine Neigung zum Kaffee ist bei Calvary Chapel in Deutschland nicht zu übersehen. Schließlich heißen auch viele Gemeindecafés “Coffeebar”.


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power & speaker

Letzten Sonntag brachte ein Bruder aus unserer Gemeinde den neuen “Soundwagen” mit. Er hat ihn selbst gebaut. Auf der Rückseite hat der Wagen zwei Anschlussstellen: power & speaker. Die eine Anschlussstelle dient der Stromübertragung, die andere der Klangübertragung über die Lautsprecher. Unter den Steckdosen hat er jeweils unser Gemeindelogo eingefügt.

Das fand ich nicht nur “stylisch und witzig”, sondern es brachte mich auf die Idee, “power & speaker” anders zu verstehen. Die beiden Begriffe können statt mit “Strom & Lautsprecher” auch mit “Kraft & Redner” übersetzt werden. Und mit diesen Übersetzungen passen sie zu unserem Anliegen als Gemeinde, dass der Heilige Geist in seiner Kraft in und durch uns wirkt sowie derjenige ist, der redet – zu uns persönlich, durch die Bibelstunden, Gespräche, Lobpreiszeiten und das Warten auf den Herrn.

Möge er seine Kraft “in & out” schenken und der Redner “left & right” sein.


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Ostern – ein Jahr eigene Räume

Gerade sitze ich am Rechner und schaue mir Fotos unserer Einweihung der eigenen Räume an. Am Ostersonntag ist sie ein Jahr her. Wir haben uns damals riesig gefreut und waren ziemlich aufgeregt. Das dazugehörige Foto ist keine tolle Aufnahme. So schlicht wie das Foto, so schlicht ist auch das, was seitdem in unserer Gemeinde passiert. Und schlicht wächst sie weiter – Gott sei Dank!

Bei Calvary Chapel heißt es: “Simply teach the Word of God simply.” Auf Deutsch: “Lehre einfach das Wort Gottes, und zwar einfach.” Weiter sagen wir bei Calvary häufig: “Feed the sheep, healthy sheep reproduce.” Das heißt so viel wie: “Füttere die Schafe, gesunde Schafe vermehren sich.” Es gibt so viele Ideen zu Gemeindewachstum. Wie funktioniert es? Was müssen wir nur tun, damit “die Leute (zu Jesus) kommen”? Wachsende Gemeinden werden beobachtet, analysiert und daraus Prinzipien formuliert. Ganz ehrlich… wir denken natürlich auch viel darüber nach. Aber kommen wir damit weiter?

Irgendwie denke ich, Gottes Gnade werden wir nicht völlig verstehen. Gott bekennt sich zu seinem Wort, Gebet und dem Vertrauen auf seinen Geist. Aber trotzdem: ich könnte eine lange Liste machen, mit zahlreichen Punkten, weshalb unsere Gemeinde nicht wachsen dürfte, angefangen bei mir selbst. Doch sie wächst – nicht wegen uns, sondern trotz uns. Gott gebührt alles Lob dafür!

Die gleiche Gnade, die mich durch Jesu Tat am Kreuz zu Gottes Kind gemacht hat, hat mir geholfen, geistlich gehen zu lernen und hilft mir nun, weiterzugehen – genau wie unserer Gemeinde. Weil Gott uns gnädig ist, können wir ihn kennen. Wohin sonst sollten wir gehen? – Übrigens: In der Chapel Essen haben wir unsere eigene kleine englische Calvary-Redewendung gebastelt: grace abounds = Gnade ist im Überfluss vorhanden.

In diesem Sinne: Frohe Ostern!


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Die Frage muss gestellt werden dürfen

Unterwegs läuft bei mir im Autoradio häufiger WDR 5 – zuletzt ein interessanter Bericht über eine Teleskopanlage irgendwo im Südamerikanischen Hochland. Wie immer bei solchen Themen lausche ich dem kurzweiligen Bericht, der einerseits ein paar einfache Fakten aus der Wissenschaft liefert, andererseits viele persönliche Statements der Wissenschaftler, die in dieser Anlage arbeiten. Doch ein Satz lässt mich aufhorchen und tiefer nachdenken. Gefragt, was ihn an meisten interessiert antwortet der deutsche Wissenschaftler: “Man sagt ja immer, es gibt einen Urknall. Was war denn davor? Und wenn wir uns ausdehnen als Universum, wohinein dehnen wir uns aus? Was ist das Medium in dem dieses Universum lebt?” Auch der Moderator hakt nach, das seien doch eigentlich philosophische oder theologische Fragen…?

Nun, ich denke, der Wissenschaftler wird da seine eigene Sichtweise haben. Mich jedoch hat es darüber nachdenken lassen, dass hinter der Antwort auf die Frage, wie das Universum entstanden ist, immer noch weitere Fragen stehen müssten, auch wenn die kurze Antwort “Durch den Urknall!” ist. Sicher sollte man sich auch bei einer Antwort, die auf einem biblischen Weltbild fußt, das Weiter- und Nachfragen nicht sparen. Doch ein vorschnelles Ausruhen auf die ja doch nur gelernte Antwort “Das Universum ist durch den Urknall entstanden”, die leider oft damit verbunden ist, dass der Glaube an einen biblischen Schöpfer als überholt angesehen wird, ist in meinen Augen auch naiv. Link zum WDR 5 Beitrag


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Fassade und Ehrlichkeit

Zur Zeit renovieren wir unsere Gemeindetoilette. Schon als wir unsere jetzigen Räume “in Betrieb” genommen haben war klar, dass wir uns eines Tages daran wagen müssen. In dem recht schmalen, tiefen Raum war die Decke abgehängt. Da der Raum jedoch durch ein stirnseitiges Fenster beleuchtet wird, war die Decke nur zu 2/3 angehängt. Und genau diese “abgehängte” Decke wollten wir entfernen. Auch wenn nicht alle der selben Meinung waren, fand zumindest ich diese “Abhängung” aus weiß beschichtete Spanplatten recht hässlich, daher musste sie raus. Natürlich wusste niemand, was sich dahinter verbarg. Daher war die Überraschung groß, als sich hinter den Platten rohe Wand-und Deckenteile zeigten. Nun, so hässlich die Platten waren, dies war noch hässlicher. Nun denn, wer kein Handwerker ist, kann ja einer werden, zur Not holt man sich Hilfe beim bauerfahrenen Schwiegerpapa. Also war der erste Schritt zur “Vollsanierung” des Gemeindeklos getan. Schritt für Schritt sind wir nun dabei, die auch noch mit türkiser Latexfarbe gestrichene Tapete und die schlecht haftende alte Wand- und Deckenfarbe zu entfernen, die rohen Wand- Deckenteile neu zu verputzen, zu grundieren und zu guter letzt alles neu zu streichen. Nun, das ist also grad mal wieder einer unserer Baustellen in unseren Gemeinderäumen.

Aber es gibt noch eine andere viel wichtigere Baustelle, die interessanter Weise so manche Parallele aufweist. Es ist eine Baustelle in unseren Herzen. Auch hier geht es um Fassade und dem was dahinter steckt. In einer Gemeinde gibt es immer Menschen, die offensichtlich mit Problemen kämpfen. Und es gibt immer solche, die augenscheinlich problemlos durchs Leben wandeln. Doch manchmal entpuppt sich letzteres auch nur als – mehr oder weniger schöne – Fassade. Denn hinter Sonntagsgesichtern stecken nicht selten  – oder darf man wagen zu sagen “immer auch” Sorgen und Nöte des Lebens. Nicht verheilte Wunden, unschöne Charakterzüge die man lieber verbergen mag. Doch so lange man sich nicht wagt, die Fassade einzureißen gibt es keine Chance für Erneuerung. Aber auch diejenigen unter uns, die ihre Wunden manchmal offen zur Schau stellen, bauen damit manchmal eine andere Art Fassade auf. “Rühr mich nicht an, ich bin verletzt, empfindlich, möchte nicht darüber reden…”, auch das kann die Botschaft einer Fassade sein. Wir wollen lernen ehrlich miteinander umzugehen, unsere Wunden und eigene Sünde weder vor anderen zu verstecken, noch sie als andere Art der Fassade vor uns herzutragen – vielleicht um noch tiefere Wunden zu verbergen. Denn nur wenn wir lernen vor uns selbst, voreinander und vor allem vor Gott ehrlich zu sein, kann Erneuerung geschehen.

Ich jedenfalls freu mich auf die Arbeit an unserem Bad und vor allem darauf, wie es eines Tages in neuen Glanz da stehen wird. Dafür nehme ich die Mühen, den Dreck und manche Überraschung unter der Fassade in kauf. Und ich freue mich darauf selbst von Gott verändert zu werden. Und auch da lohnt sich die “Arbeit”, der Mut ehrlich zu sein, und vielleicht auch manch überraschendes über mich zu erkennen.

von Oliver Leiste


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Mose-Schuhe von Haribo

In diesem Jahr haben wir uns vorgenommen, die Arbeit im Kindergottesdienst weiter zu verbessern. Wir setzen uns nun alle paar Wochen zusammen und planen die nächsten Wochen für die Kinder gemeinsam: Welche Geschichte bildet den Rahmen? Welche gemeinsamen Aktionen könnten wir machen? Außerdem versuchen wir, auch für das Freispiel Anregungen zu finden, die auf die biblische Geschichte hinweisen.

Im Augenblick lernen die Kinder Neues über Mose. Heute ging es um seine Berufung. Die Kinder erhielten “Dornenbüsche zum Einkleben”, bauten ägyptische Pyramiden aus Duplo, malten Mose-Bilder aus und freuten sich am Ende über Turnschuhe von Haribo. Die hatten natürlich auch ihren Sinn: Mose zieht bei seiner Berufung nämlich seine Schuhe aus, da er auf heiligem Boden steht. Letzte Woche ließen die Kinder übrigens Walnusshälften auf Wasser schwimmen, um zu veranschaulichen, wie Mose als Baby im Korb auf dem Nil treibt.


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Prinzipien im Gemeindebau

Wir möchten dich auf ein englisches kurzes Video aufmerksam machen, das Prinzipien für den Gemeindebau weitergibt. Es geht darum, Kinder anzusprechen und im Gemeindebau mitarbeiten zu lassen. Weiter sollen Hindernisse aus dem Weg geräumt und Beziehungen gepflegt werden.

Schau es dir an! Vieles davon versuchen wir auch bei Calvary Chapel Essen umzusetzen.


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Zentimeterweise Bücher

Vor zwei Wochen war ich nochmal in Siegen, zu Besuch in meiner alten Gemeinde, Calvary Chapel Siegen. Die Gemeinde betreibt ein Second-Hand-Kaufhaus namens “at-home-factory”. Dort gibt es neben Kleidung und Möbeln auch gebrauchte Bücher. So oft ich es schaffe, schaue ich dort vorbei und stöbere nach gebrauchten christlichen Büchern für unsere Gemeinde. Diesmal wurde ich wieder reichlich fündig. Das Foto zeigt die Ausbeute meiner letzten Suche. Für die über 20 Bücher habe ich nicht einmal 20 EUR bezahlt. An der Kasse werden die Bücher in der “at-home-factory” nämlich gestapelt und nach Höhe des Buchturmes in Zentimetern bezahlt. Der erste Zentimeter kostet 1 EUR, jeder weitere 50 Cent.

So einfach an christliche Literatur, z.B. das Buch “Nachfolge” von Bonhoeffer, zu gelangen, ist eine echte Gnade Gottes. Dafür danke ich ihm auch zu Beginn diesen neuen Jahres. Ein riesen Dankeschön geht von unserer Essener Chapel aber auch an die “Kollegen aus Siegen”, einmal an die Buchspender, und natürlich an alle, die “at-home-factory” möglich machen.

In diesem Sinne: Frohes neues Lese-Jahr 2012!