Jesus am Sandkasten begegnet
Vor ein paar Wochen arbeitete ich mit meinem Sohn an dem Sandkasten seines Kindergartens. Gemeinsam hatten wir eine Abdeckung dafür gebaut. Nun musste sie angebracht werden. Um die beiden Holz-Metalldraht-Konstruktionen (die schon sehr an einen Kaninchenstall erinnern) zu installieren, mussten wir den Sandkasten etwas umbauen. Es war ein kalter, regnerischer Herbstnachmittag und mit zunehmender Arbeit am Sandkasten wurde es um uns herum dunkel. Ehrlich gesagt kam mir der Gedanke: “Warum hast du dich beim Elternstammtisch bloß gemeldet, diese Aktion hier zu machen?”
Als ich einen kurzen Balken des Sandkastens umsetzte, stieß ich auf drei verwitterte Nägel (Foto). Das mag nun etwas überzogen klingen, aber sie erinnerten mich an die Nägel, die Jesus am Kreuz hielten. Meine Hände waren zwar abgekühlt und rau, aber sie waren nicht durchbohrt. In diesem kurzen Augenblick hatte ich den Eindruck, Jesus zu begegnen und zweierlei von ihm zu hören. Erstens hörte ich ein mahnendes Wort: “Hör auf zu jammern, nur weil du mal ein kleines ehrenamtliches Opfer bringst.” Aber vor allem hörte ich ein ermutigendes Wort: “Du tust hier gerade meinen Willen. Es war die richtige Entscheidung.” Schon oft ist mir der HERR in dieser Weise in Situationen begegnet, in denen ich ihn nicht erwartete.
Es ermutigt mich, auch 2012 mein Christenleben nicht auf “ein Herz für Stille Zeit”, sondern “ein stilles Herz zu jeder Zeit” zu richten.
